Nachfolgend sind die verschiedenen THS-Disziplinen grob beschrieben

Weitere Beschreibungen findet Ihr auch beim BLV  (Bayerischer Landesverband für Hundesport)


Der Turnierhundesport (THS) feiert in 2022 sein 50-jähriges Jubiläum und wurde als „Leichtathletik mit Hund“ entwickelt. In seiner Anfangszeit hatte er bei vielen damaligen Vereinen den Schutzdienst, der früher meist mit Schäferhunden trainiert wurde, ergänzt.

Mittlerweile ist der Turnierhundesport in ganz Deutschland über viele Verbände und Vereine etabliert und zählt mit zu den sportlichsten Aktivitäten mit Hund, da auch der Hundeführer selbst sportlich aktiv sein muss.


Beim THS gibt es mehrere Disziplinen, die wir nachfolgend beschreiben; dadurch wird – entsprechend den Vorlieben der Hundeführer sowie der Hunde – fast jedem bewegungsaktiven Hundeführer eine Betätigung geboten. Keine Lust auf Turnier – wie auch manche Mitglieder bei uns? Dann eben zu THS-Freizeit – das Gleiche drin, nur ohne Pokale (die sowieso keiner braucht). Doch Turnier? Wir trainieren für die Einstiegsvoraussetzungen und Qualifikationen und beraten gern, was passt und was möglich ist.

1 | Der Vierkampf (klassisch) oder Sprint-Vierkampf (testweise)

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Der Vierkampf gilt unter den THS’lern als die Königsdisziplin, da diese Disziplin eine tragende Säule bei den Turnier - Wettkämpfen – über die Bayerische Meisterschaft bis hin zur Deutschen Meisterschaft – bildet. Leistungsklassen (VK1 bis VK3) und Altersklassen für die Hundeführer schaffen Anreize und Vergleichbarkeit bis ins hohe Alter des Hundeführers hinein. 
 Die 4 Disziplinen sind: 

                             1.1 | Unterordnung

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Hier stellt das Team (Hundeführer und Hund) analog einer Begleithundeprüfung Übungen des „Fußlaufens“ (mit und ohne Leine) und sogenannte technische Übungen (Sitz, Platz, Steh, auch mit Herankommen) unter Beweis. Dieser Teil wird auch als „Gehorsamsübung“ bezeichnet. In den oberen Klassen, den Hund ohne Führerhilfen nur mit einem verbalen Kommando aus dem Laufschritt in ein „schnelles“ Platz zu schicken, verlangt eine gute trainierte Teamleistung.


Da diese Form der sehr genauen Unterordnung nicht von allen Hundesportlern geliebt wird, sondern so mancher mehr die läuferischen Aspekte bei sich und seinem Hund im Vordergrund sieht, ist beim Sprint-Vierkampf die Unterordnung durch einen 1.000 Meter Geländelauf nach Zeit ersetzt worden. Hier laufen die Teams die Strecke mit einem Zuggeschirr und der Hundeführer wird meist (nicht immer und bei manchen mehr, bei manchen weniger) von seinem Hund gezogen, was zu einer Verbesserung der Laufzeit führt. 

                            1.2 | Hürdenlauf

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Das Team bewältigt je nach Leistungsklasse 4 oder 6 Hürden inkl. der Umrundung einer Wendestange auf Zeit. Bei 30 oder 40 cm Hürdenhöhe nicht sonderlich schwer, wenn es nicht eine kleine Besonderheit hierzu gemäß der Prüfungsordnung für Wettkämpfe gäbe: Das Team muss im Zeitpunkt des Sprungs über die Hürden parallel, d. h. auf gleicher Höhe sein. Das zu schaffen, ist meist ein „Bremser“, da der Hundeführer lieber mit reduziertem Tempo läuft als dass er Strafsekunden (die meist mehr Zeit kosten) riskiert. 

                            1.3 | Slalom

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Slalomlauf: Wie beim Skifahren durch die Tore hindurch im Slalom bis zu 75 Meter im Sprint. Ja, aber bitte beide – Hundeführer und Hund – müssen durch, zwar nicht parallel,

aber bitte nicht am Tor vorbei und abkürzen. Freudige Hunde sieht man häufig abdrehen oder eine Pirouette einlegen. Das sieht zwar lustig aus, kostet aber Zeit 

                            1.4 | hindernislauf

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Die Hindernisbahn ist 75 m lang ist, der Hundeführer läuft diese Strecke neben der Hindernisbahn im Vollsprint, während sein Hund noch zusätzlich acht Hindernisse möglichst fehlerfrei zu überwinden hat. Diesen Hindernislauf können auch Teams auf einem Wettbewerb als einzige Disziplin laufen, je nach Lust und Möglichkeiten des Teams. 

2 | Der Dreikampf

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Lässt man die Unterordnung und den Sprint, wie oben im Vierkampf beschrieben, weg, dann kann man auf einem Turnier einen sogenannten Dreikampf als „Messlatte“ nutzen; so lässt sich relativ unbeschwert einmal „Turnierluft“ schnuppern. Hürden, Slalom und Hindernisbahn – das macht dem Hund Spaß und ist für Frauchen oder Herrchen mit weniger Wettkampfstress verbunden. 

3 | Der Geländelauf oder Canicross

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Ob 1.000, 2.000 oder 5.000 Meter gemeinsamer Lauf, ein wenig Übung und etwas Kondition gehören schon dazu. Das Team ist mit einer Leine miteinander verbunden und der Hund trägt üblicherweise ein Zuggeschirr. Gerade das Zuggeschirr soll verhindern, dass beim häufigeren Laufen der Hund Haltungsschäden erleidet, was nicht unserem Tierwohlgedanken entspräche. Meist (und so soll es auch sein) zieht der Hund den Hundeführer, der einen Canicross-Gürtel trägt und über eine Zugleine mit seinem Hund verbunden ist, wie bei einem Schlittenhunderennen – nur ohne Schlitten. Die Natur pur mit seiner Fellnase zu genießen, Laufen als natürlichste Fortbewegung und das noch im Verein mit ein paar Gleichgesinnten, bringt die Motivation selbst dann, wenn das Wetter mal nicht so „dolle“ ist. Bei heißen Temperaturen planen wir natürlich flexibel um.

4 | Mannschaftswettbewerbe ...

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…sind der Spaß in Teams (Hundeführer und Hund) und in der Gruppe. Es gibt die Wettbewerbe:

  •  CSC (Combination Speed Cup): Bedeutet sinngemäß „Staffel-Hindernis-Lauf“. Drei Teams (jeweils bestehend aus einem Hundeführer und einem Hund) bewältigen jeweils einen Hindernisparcours, der für jedes Team der Mannschaft anders ist (es gibt 3 Sektionen). Konkreter: Wenn ein Team seine Sektion geschafft hat, ertönt vom Leistungsrichter ein „Pfiff“ und der zweite Starter legt auf seinem Parcours los. So geht es auch mit dem dritten. Die einzelnen Sektionen stellen an das jeweilige Team unterschiedliche Anforderungen. So können Teams sich gut ergänzen (der eine favorisiert dies, der andere das). Übrigens: Für diesen Mannschaftswettbewerb gibt es auch Bayerische und Deutsche Meisterschaften.
  • Shorty: Wie der Name schon sagt, ist dies ein verkürzter Hindernisparcours für 2 Teams, die nacheinander – analog Staffellauf – starten. Die Hundies lieben solche Wettbewerbe, ein aufmunterndes Bellen kommt da schon mal aus der Schnauze, will man ja dem Partner signalisieren „ich bin soweit“.
  • KO-Cup oder QSC sind weitere Wettbewerbsarten, sie werden allerdings nicht mehr so häufig angeboten. Wir trainieren gerne auch mit individuellen Lern-Parcours und ab und an auch auf Zeit mit unserer Zeitmessanlage. Ein bisserl herausfordernd darf es schon sein, denn THS ist ja „Leichtathletik mit Hund“.